GGU-Fallbeispiel Schnellprüfung von Geschoßdecken mit Radar Aufgabe Bei der Sanierung und Umnutzung von Geschoßbauwerken sind Kenntnisse des Aufbaus der Geschoßdecken verlangt, sofern die Statik betroffen ist. U.U. sind nur
unzureichende oder keine Bauunterlagen vorhanden. Eine Bestandsaufnahme wird damit notwendig. Die zerstörungsfreie Prüfung (zfP) kann dazu einen Beitrag liefern.
Fragestellungen sind häufig: Holz, Stein oder Beton, Gewölbe, Bewehrung, Stahlträger oder Holzbalken, Dicken, Abstände und Überdeckung. Meßprogramm Radar und Metalldetektor
Vorgehensweise Gefragt waren schnelle, zerstörungsfreie Bestandsaufnahmen von Deckenkonstruktionen während des laufenden Betriebs in den Gebäuden. In
diesem Sinne wurden nur soviel Messungen durchgeführt, wie für die Beantwortung der Fragestellung notwendig waren. In der Regel waren dies 2 Meßlinien in eine
Richtung und 2 quer dazu. Auf Detailmessungen ist in diesem Rahmen verzichtet worden.
Ergebnisse Die Abbildung rechts zeigt Radardaten (Radargramm ~ Schnitt durch die Decke)
von verschiedenen Deckenkonstruktionen. Die Deckenart ist daraus ableitbar. Mittels Detailmessung können bei Bedarf noch nähere Angaben geliefert werden (z.B. genauer Bewehrungsverlauf). A:
Steindecke mit I-Stahlträger B: links: Flachgewölbedecke, Mitte: Wand/KW, rechts: Holzbalkendecke C: links: Flachgewölbedecke, Mitte: Wand/KW,
rechts: Stahlbetondecke, untere Bewehrungslage D: Kappendecke, I-Stahlträger E: Stahlbetondecke, untere und obere Bewehrungslage,
dazwischen aufgebogene Bewehrung zum Deckenrand F: links: Stahlbetondecke, untere Bewehrungslage, Mitte: Wand/KW,
rechts: Hohlkammerdecke, Stoßfugen, Bewehrungslage
Kostengrößenordnung 20 Geschoßdecken in einem Gebäude ca. 3 TEur
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