GGU-Verfahrensbeschreibung
Die Widerstandsgeoelektrik       Seite 4 von 4

Widerstandssondierungskartierung / 2D-Tomografie
 

Prinzip (s. Abb. 8 und 9)
Die Meßwertaufnahme bei der Sondierungskartierung erfolgt, indem eine Vielzahl von Sonden-Elektroden gesteckt und mit einem speziellen Kabel verbunden werden (Multielektrodenauslage). Eine Schaltapparatur erlaubt die Ansteuerung aller sinnvollen Sonden-Elektroden-Kombinationen und damit einer großen Anzahl von Tiefenstufen. Wegen des geringen Abstandes der Sonden und Elektroden wird der Untergrund lateral, d.h. fortlaufend entlang der Meßlinie, dicht abgetastet. Die Messungen überlappen insbesondere für größere Eindringtiefen stark (in Abb. 8 durch Kreise symbolisiert). Dadurch wird eine gute laterale Auflösung erzielt. Die Meßdaten werden rechnerisch invertiert, wobei das Inversionsmodell durch Iterationen verbessert wird.
 

Meßanordnungen
Wie bei der Kartierung sind bei der Sondierungskartierung u.a. Wenner- und Dipol-Dipol-Anordnungen gebräuchlich.
 

Genauigkeit
Die Tiefenangaben haben in etwa die Genauigkeit wie bei der Sondierung. Die laterale Auflösung ist eher besser als die der Profilierung.

typische Ausstattung

      Signalgeber
      Stromquelle mit (gepulstem) Gleich- oder niederfrequentem Wechselstrom bei Leistungen von einigen W bis kW, je nach Erkundungstiefe (1 m bis über 100 m) und spezifischem Widerstand des Untergrunds

      Signalmessung
      meist integrierende Volt- und Amperemeter mit Störsignalunterdrückung, bei höherwertigen Geräten auch einstellbare Meßzyklen

      galvanische Ankopplung
      mittels Elektroden/Sonden (meist Edelstahlspieße), welche ca. 10 bis 30 cm in den Untergrund gesteckt werden. Bei harten Oberflächen ist in der Regel ein Durchbohren notwendig. Hohe Übergangswiderstände werden durch Wässern vermindert.

      Personal 
      Meßtrupp und Auswertepersonal (besonders qualifizierte Fachkräfte)
       

Spezialverfahren Geoelektrik im Bohrloch (z.B. zur Hohlraumerkundung), Unterwassergeoelektrik